„Nun, alter Freund, versuch mal ein bisschen gesünder zu werden und gib bald eine Nachricht, dass es soweit ist und wir Dich besuchen kommen können. Wenn nicht, melden wir uns ja sowieso…“
Als diese letzten Zeilen an ihn so endeten, wussten wir nicht, dass es die letzten sind. Am 17. Mai 2026 ist Rainer, wie wir ihn alle nannten, nach langer schwerer Krankheit von uns gegangen.
Wenige Tage zuvor, am 30. April, führte der letzte Weg seiner Frau Angelika durch den Friedwald Nuthetal zu ihrer Naturbestattung. Er selbst war wieder in der Klinik und konnte schon nicht mehr dabei sein. Auch sein Tod hinterlässt im Team des Festivals für Umwelt- und Naturfilme, dem er viele Jahre angehörte, eine schmerzhafte Lücke.
Seit dem Studium an der Babelsberger Hochschule für Film und Fernsehen in den siebziger Jahren bis heute hatte er sich als Dramaturg und Autor besonders für den Kinder- und Jugendfilm interessiert. Unvergessen bleibt sein Beitrag als Mitautor der legendären ersten Staffel der Kinder-Fernsehserie „Schloß Einstein“, die damals noch in Potsdam produziert wurde. Mit diesem Gespür für wissenschaftlich tiefgründige, junge Geschichten bereicherte er über viele Jahre hinweg auch die Juryarbeit für die „Ökofilmtour“ und verhalf unserer Bewegung „JugendVision“ mit von Kindern und Jugendlichen selbst geschaffenen Filmen zu manchem Erfolg.
Es war ihm genauso wie seiner Frau Angelika eine Herzensangelegenheit, herausragenden Dokumentationen über den Naturschutz, die Klimakrise und die Bewahrung unseres Planeten im Festival eine Bühne zu geben. Die gemeinsamen klugen fachlichen Begründungen der beiden Mihans für Natur- und Umweltschutz in den Medien und Rainers feiner Humor werden uns fehlen.
Wir verlieren nicht nur einen geschätzten Experten, sondern vor allem einen warmherzigen Menschen und engen Freund. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen, besonders den beiden Söhnen und ihren Familien. Dort, im Friedwald neben seiner Frau, bleibt uns auch er unvergessen.
Im Namen des Fördervereins für Öffentlichkeitsarbeit im Natur-und Umweltschutz,FÖN e. V. und des Brandenburgischen Festivals für Umwelt- und Naturfilme „Ökofilmtour“
Ernst-Alfred Müller